Traubenkerne sind reich an oligomeren Proanthocyanidinen (OPC), einer Untergruppe der Polyphenole. Diese sekundären Pflanzenstoffe übernehmen in der Pflanze Schutzfunktionen – etwa gegenüber oxidativem Stress, Mikroorganismen oder Umwelteinflüssen. Die hohe Dichte an Polyphenolen im ölreichen Traubenkern steht in direktem Zusammenhang mit der Notwendigkeit, empfindliche Fettsäuren vor Oxidation zu schützen.
Im menschlichen Organismus werden OPC vor allem im Kontext antioxidativer Netzwerke und Gefäßgesundheit diskutiert. Sie können mit Proteinen und Membranstrukturen interagieren und so zur Stabilisierung struktureller Komponenten beitragen. Auch wenn für OPC selbst derzeit keine spezifischen EU‑Health‑Claims zugelassen sind, sind ihre biochemischen Eigenschaften und ihr Einsatz in antioxidativ orientierten Präparaten gut beschrieben.
Die Acerolakirsche (Malpighia glabra) zählt zu den Vitamin‑C‑reichsten Früchten und liefert zusätzlich ein Spektrum weiterer Begleitstoffe (Flavonoide, Carotinoide). Vitamin C trägt nachweislich zum Schutz der Zellen vor oxidativem Stress, zu einer normalen Funktion des Immunsystems und zu einer normalen Kollagenbildung für eine normale Funktion der Blutgefäße bei. Damit ergänzt Vitamin C die polyphenolreiche OPC-Komponente um klar definierte, rechtssicher kommunizierbare Wirkprofile in Form zulässiger Health-Claims.